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iceman265
13. June 2011
Also wieder zweite Liga

iceman265

Vor ein paar Jahren haben wir alle gemeinsam auf den Tribünen “Nie mehr zweite Liga” gesungen und waren alle einer Meinung, dass es von nun an bergauf gehen wird. Nach SECHS Jahren in der Red Zac Liga wurde dank der Verpflichtung von Ivo Vastic und eines Trainers Karl Daxbacher der Wiederaufstieg in die höchste Spielklasse geschafft. Und gleich die erste Saison versprach Lust auf mehr. Um nur Fünf Punkte wurde der damalige Uefa-Cup verpasst. Doch dann passierte genau das, was sich durch die restlichen Jahre bis zum unweigerlichen Abstieg wie ein roter Faden durchzog.

Es kam zum berühmten “Handschlagvertrag” mit Karl Daxbacher. Dass so was im Profifußball nichts wert ist, dürfte PMR nicht klar gewesen sein. Denn gleich beim ersten Ruf “seiner” Wiener Austria verabschiedete sich Daxbacher an den Verteilerkreis.

Nun, dieses Ereignis brachte PMR darauf, dass Verträge eigentlich eh nix Wert sind und genauso handelte er dann in den darauffolgenden Jahren.

PMR begann eine beispiellose “Hire and Fire”- Politk die wohl in der Geschichte des Österreichischen Fußballs seinesgleichen sucht. Praktisch jedes halbe Jahr musste die Mannschaft komplett neu zusammengestellt werden, natürlich auch immer wieder von einem neuen Trainer. Die Spielermanager rieben sich die Hände und das Geschäft mit PMR lief wie am Schnürchen. Dass PMR über seine Firma “Matchmaker” 20% bei jedem Transfer mitschneiden würde munkelt man hinter vorgehaltener Hand. Beweisen kann man es natürlich nicht. Denn PMR lässt ja, trotz Ankündigung des “gläsernen Vereins”, niemand in die Bücher schauen und die Spielervermittler werden sich hüten, die Kuh mit den dicken Eutern, die sich so trefflich melken lässt, zur Schlachtbank zu führen. Hier gilt wie so oft die Reichel – äh- UNSCHULDSVERMUTUNG.

Die Mannschaft wurde also jedes halbe Jahr neu aufgebaut. Und damit begann der sportliche Niedergang. Spieler wurden verpflichtet, die nicht einmal spielberichtigt waren bzw. nicht einmal gut genug für die Regionalliga. Wie konnte es auch anders sein. Für Scouting konnte PMR, der ja hauptberuflich Tennis-Promoter ist, keine Zeit haben. Und da er Präsident, Sportdirektor und Manager in einer Person ist, konnte auch sonst niemand Spieler verpflichten. Er musste den Spielervermittlern und seinen “Drei Experten” trauen.

In der Saison 2008/2009 wurden nicht weniger als DREI Trainer verbraucht (Panadic, Lindenberger und Krankl). Wobei Panadic durchaus gute Arbeit geleistet hat und nur die Punkte, die die Mannschaft unter Ihm gemacht hat, den LASK vor dem Abstieg gerettet haben. Allerdings war wohl sein “Name” nicht zugkräftig genug und außerdem war Panadic ein akribischer Arbeiter und kein Blender/Populist wie seine beiden Nachfolger. Am Ende wurde der 7. Platz erreicht. Allerdings mit nur sieben Punkten Abstand zum Abstiegsplatz.

Zur neuen Saison gab es natürlich wieder einen neuen Trainer. Matthias Hamann, wurde Mitsprache bei Verpflichtungen und bei der Entwicklung des Vereins zugesagt. Doch PMR wäre nicht PMR wenn das alles eingehalten worden wäre. Hamann wurde, trotz begeisternder Leistungen der Mannschaft, Stück für Stück demontiert. Die Mannschaft spielte begeisternden Fußball und die Massen pilgerten wieder auf die Gugl. Hamann schuf das “Magische Dreieck” mit Mayrleb, Wallner und Prager, das bis zur Winterpause die ersten drei Plätze in der Scorerwertung der Liga anführte. Etwas Einmaliges in der Geschichte des LASK.

Doch anscheinend wurde Hamann für PMR zu “mächtig” und so wurde er brutal abmontiert. Er wurde bei Spielertransfers nicht informiert, bekam keine Infos mehr vom Verein und wurde über die Medien von PMR schlecht gemacht. PMR sprach immer wieder von seinen “Drei Experten” die ihn beraten und er deshalb Hamann nicht brauchen würde. Die “Saufpartie im Trainingslager” rund um Jürgen Panis brach ihm dann endgültig das Genick.

Im Februar eine Woche vor Rückrundenstart wurde Hamann dann entlassen und durch Helmut Kraft ersetzt. Die Vertragsverhandlungen wurden übrigens per Handy auf einer Skipiste geführt ( laut Aussage von Kraft selbst ). Der Topscorer und beste Spieler Roman Wallner wurde an Salzburg verscherbelt. Grund dafür war, dass dem LASK immer mehr Sponsoren davonliefen und PMR dringend Geld brauchte, damit die Leasingraten für den Markennamen LASK an die Firma “Matchmaker” überwiesen werden können (auch hier gilt natürlich die Unschuldsvermutung ). Sportlich war die Saison eigentlich schon wertlos. Nach oben ging nichts mehr und nach unten auch nicht, da ja Kärnten implodierte.

Zur heurigen Saison gab es, surprise surprise, einen Totalumbau des Kaders. Mit Prager und Saurer wurden zwei weitere Leistungsträger abgegeben. Verpflichtet wurden Spieler, deren einzige Voraussetzung es war günstig zu sein. Kraft sprach vor der Saison, dass er in die Top 5 vordringen will. Jeder mit auch nur ein bisschen Fußballverstand griff sich da nur auf die Stirn. Der LASK war eindeutig Abstiegskandidat Nummer Eins.

Als sich “überraschenderweise” kein Erfolg einstellte, wurde nonanet Helmut Kraft entlassen und durch Georg Zellhofer ersetzt. Wieder mal setzte PMR aufs falsche Pferd. Schon vom ersten Spiel an war die Körpersprache von Zellhofer jene eines Absteigers. Und nach zahlreichen Niederlagen wurde auch er gegangen und durch Walter Schachner ersetzt. Also zum zweiten Mal DREI Trainer pro Saison. Doch diesmal war es zu spät und “Schoko” konnte den LASK nicht mehr retten.

Zum sportlichen Niedergang kam der wirtschaftliche. Auch wenn PMR noch soviel davon spricht, dass der LASK jedes Jahr “schwarze Zahlen” schreibt, so muss man sich doch überlegen, wo dieses Geld hinkommt. Denn die Mannschaft wird jedes Jahr günstiger und das Budget bleibt doch relativ konstant. Das denken sich wohl auch die Großsponsoren. Sie fragen sich auch, wo ihr Geld hinkommt und PMR gewährt ihnen aber keine Einsicht in die Unterlagen. Deshalb springen nach und nach die Hauptsponsoren ab. Ich habe drüber schon in einer anderen Kolumne geschrieben.

Nun ja, wie ihr seht ist der Abstieg in die Zweitklassigkeit einfach eine logische Schlussfolgerung der Ereignisse der letzten Jahre. Diejenigen, die gehofft haben, dass wir PMR so los werden, haben sich leider getäuscht. Ich bin mittlerweile der Meinung, dass PMR den LASK gar nicht “verkaufen” kann, weil wohl zu viele Leichen im Keller begraben sind.

Doch etwas lässt mich doch für die Zukunft hoffen. Unsere Amateure wurden als Aufsteiger Meister in der Regionalliga. Von dort könnten durchaus Spieler nachrücken, die uns in der zweiten Liga helfen können ( wenn PMR es wieder nicht übersieht und uns diese Spieler weggekauft werden ) und außerdem wurden Leistungsträger wie Aufhauser und Mandl gehalten. Zudem kam mit Hannes Aigner ein durchaus guter Stürmer.

Für uns Fans heißt es in der neuen Saison die Mannschaft weiterhin zu unterstützen, um mit ihnen zusammen den sofortigen Wiederaufstieg anzustreben. Des Weiteren gibt es für uns auch heuer seit langem wieder 4 ganz besondere Spiele, in denen es gilt, auf den Rängen alles zu geben, damit unsere Mannschaft zwei Heimspiele mehr hat als die Ligakonkurrenz – denn die Stadt hat nun auch einen Zweitligisten in Blau-Weiß, mehr davon aber in einem Späteren.

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