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2. July 2011
Testsieg Nr. 4

Union Puchenau, FC Wels, MFK Kosice und mit heute der FC Ribeiro Preto – so liest sich die Liste der Gegner, gegen die der LASK in der Saisonvorbereitung bisher Testspiele absolvierte und allesamt gewann. Das Spiel gegen den brasilianischen Zweitligisten war aber definitiv kein einfaches. Vorallem die überharte Gangart der Gäste machte der Schachner-Elf zu schaffen.

Die rechte Seite der LASK-Abwehr beackerte von Beginn an Dominik Stadlbauer, sein Gegenüber, der in diesem Spiel sehr bissige Robert Schellander. Die Innenverteidigung bildeten Rene Aufhauser(c) und Christoph Kobleder. Im Mittelfeld gab Testspieler Vaclav Kolousek seine Premiere im LASK-Mittelfeld, dahinter agierte Ulrich Winkler als 6er. Daniel Kogler und Benjamin Freudenthaler kamen über die Aussen. Im Sturm – wie in den Testspielen zuvor – waren das Duo Harald Unverdorben und Hannes Aigner gesetzt. Pikantes Detail: Aufgrund der furiosen Dressenwahl (beide Mannschaften in Schwarz-Weiß) mussten die Linzer kurzerhand rote Überziehleibchen tragen.

IMG_1797Zu Beginn der Partie, der LASK noch etwas zurückhaltend. Einem Fehlpass von Kolousek folgte ein Foul von Schellander an der Strafraumgrenze und damit die erste Chance im Spiel nach 3. Minuten. Der Freistoß von Preto jedoch mitten aufs Tor geschossen. Thomas Mandl hielt ohne Probleme. Die Gäste waren in Halbzeit eins hauptsächlich aus Standarsituationen gefährlich. Die Freistöße führten jedoch nicht zum gewünschten Erfolg.

Anders beim LASK. Freudenthaler von der linken Seite mit dem Pass in den Strafraum – Aigner steht goldrichtig – 1:0 (18. Minute)! So einfach kann es im Fußball gehen. Der Führungstreffer für die Linzer war jedoch quasi aus dem Nichts gefallen. Bis zu diesem Tor hat man es doch eher ruhig angehen lassen, versuchte erstmal ein Mittel gegen die spielfreudigen Brasilianer zu finden. Diese liesen kaum taktische Züge erkennen. Viele Einzelaktionen, sowie die ein oder andere Härteeinlage, prägten ihr Spiel über die kompletten 90 Minuten.
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Beim 2:0 nur zwei Minuten später meinte es der Schiedsrichter gut mit dem LASK. In einem nicht allzu harten Zweikampf, kommt Aigner zu Fall – Elfmeter. Der Gefoulte trat selbst an und verwertete souverän zur zwei Tore Führung.

In der 35. Minute war die Partie für Benjamin Freudenthaler bereits beendet. In einem abermals harten Zweikampf bekam der 22-jährige einen Schlag auf den Oberschenkel. Für ihn kam Leonhard Kaufmann in die Partie. Die erste und gleichzeitig letzte Chance der ersten Halbzeit für die Gäste gab es zwei Minuten vor dem Pausentee. Ein Stanglpass in den Sechzehner konnte aber Stadlbauer im letzten Moment klären. Mit 2:0 ging es in die Kabine.

IMG_1803In den zweiten 45 Minuten waren die Brasilianer weitaus gefährlicher vor dem Tor. Bereits in Minute 48 rettete der in der Halbzeit eingewechselte Torhüter Pavao Pervan mit einer Glanzparade, nach einer gefährlichen Freistoß-Flanke, den zwei Tore Vorsprung. In der 53. Minute konnte der Kepper jedoch nichts mehr ausrichten. Pretos Stürmer mit guter Ballbehandlung im Strafraum, kam auf Elfmeterhöhe frei zum Abschluß und verkürzte ohne Probleme das Zwischenergebnis.

Trainer Walter Schachner reagierte in Minute 60. Für Doppeltorschütze Aigner, Kolousek (seine Leistung gut, mit Luft nach oben) und Stadlbauer kamen Atila Varga, Florian Templ und Shawn Barry in die Partie, der damit erwartete frische Wind blieb jedoch aus.

Die nächsten beiden guten Chancen hatten nämlich erneut die Brasilianer. Doch beide Male war der starke Pervan mit hervorragenden Paraden der Spielverderber. In der 83. Minute dann nochmal Jubel beim LASK. Ein Kogler-Freistoß findet den Kopf von Unverdorben der im Strafraum auf Kaufmann verlängerte. Der hatte keine Mühe mehr das Spielgerät zum 3:1 Endstand einzunetzen.

Kurz vor Schluß dann der größte Aufreger der Partie. Erneut fuhr ein Brasilianer im Zweikampf den Ellenbogen aus und traf dabei Stürmer Florian Templ am Kopf. Rudelbildung! Der Neuzugang aus St. Florian windete sich vor Schmerzen am Boden während sich beide Mannschaften Einiges lautstark zu erzählen hatten. Der US-Amerikaner Barry war dabei kaum zu halten, auch Kapitän Aufhauser hatte die ein oder andere Nettigkeit für die gegnerische Mannschaft über. Templ half dies alles nichts. Er musste mit einem Cut am Kopf den Platz verlassen.

Puchenau_Sportanlage
Das Spiel wurde nur wenige Sekunden später abgepfiffen. Ein trauriger Abschluß eines, zumindest für den LASK, sportlich erflogreichen Testspiels. Spielerisch war dieses Match ganz sicher kein Leckerbissen für die rund 300 Zuseher am Puchenauer Sportplatz. Das ließ vorallem die ruppige Gangart der Spieler des FC Ribeirao Preto, aber auch die etwas eigenwillige Leistung des Schiedsrichtergespanns nicht zu. Der vierte Sieg im vierten Vorbereitungsspiel stimmt aber optimistisch. Der letzte große Test vor dem Saisonstart, erwartet den LASK bereits kommenden Mittwoch gegen den FC Budweis. Freudenthaler und Templ werden dabei hoffentlich wieder mit dabei sein.

Zum Abschluß noch einen “royalen” Gruß: Quellenangaben haben noch selten geschadet!

Seit1908
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