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20. April 2014
In 17 Minuten drei Punkte eingepackt

Als der LASK gestern auf die Gäste aus Allerheiligen traf, konnten die Vorzeichen nicht klarer sein. Auf der einen Seite eine Mannschaft, die mit einem Sieg den Relegationsplatz fixieren konnte. Auf der anderen Seite der Klub aus der Steiermark, der ums sportliche Überleben in der Regionalliga Mitte kämpft. Wir nehmen es vorweg, das Spiel entwickelte sich nicht ganz so wie erwartet.

IMG 6731Furioser Start

Zu Beginn der Partie schien der LASK seiner Favoritenrolle gerecht zu werden. Eine Offensivaktion folgte der nächsten. Und die schwarz-weiße Offensivabteilung zeigte sich in Spiellaune. Spiellaune ganiert mit Konsequenz und individueller Klasse ließ den Gegner in den Anfangsminuten alt aussehen.
Bereits in der fünften Spielminute wurde der LASK, in Person von Fabiano, erstmals richtig gefährlich. Der an diesem Tag überragende Ivan Kovacec bediente den im Strafraum freistehenden Fabiano, dieser nahm jedoch etwas zu genau Maß und scheiterte an der Querlatte, der Schlussmann der Gäste hätte da wohl nichts zu melden gehabt.
Im Gegenzug konterete die Elf von Manfred Zisser gut. Barry sah in der Innenverteidigung nicht gut aus und verschätzte sich bei einer Flanke, die daraus resultierende Chance konnte Vinko jedoch nicht nützen. So setzte er seinen Flugkopfball meterweit neben das Tor.

In Minute zwölf konnten die 2100 Besucher auf der Gugl dann erstmals jubeln. Es ging ganz einfach, schnell und war wunderschön. Vujanovic mit einem Heber auf Kovacec, Kovacec legte quer und Hammerer hatte keine Probleme damit dieses Zuspiel zu verwerten.

Der Beginn eines Torfestivals?

Der LASK hörte nicht auf zu spielen und legte nur drei Minuten nach dem Führungstreffer nach. Wieder zeigte die Offensive ihr Qualitäten. Nach einer Passstaffete an der Outlinie der eigenen Hälfte ging es plötzlich wieder schnell. Zu schnell für die, in dieser Phase des Spiels, völlig überforderten Steirer. Den Pass in die Spitze auf Fabiano, leitete dieser uneigennützig auf Vujanovic weiter. Der Goalgetter vom Dienst schoss von der Strafraumgrenze souverän ein.
Kaum fertig gejubelt, durfte schon wieder damit begonnen werden. Anstoß für Allerheiligen, der LASK kam schnell wieder in Ballbesitz und suchte sein Glück sofort wieder in der Offensive – erfolgreich.
Kovacec ließ auf der rechten Seite die Verteidigung alt aussehen und brachte den Ball in die Mitte, dort fand er zwar keinen Abnehmer in Schwarz Weiß, dafür beförderte ein Steirer das Runde ins Eckige.

Mit diesem 3:0 schien die Partie früh entschieden, die Daxbacher Elf schaltete ein paar Gänge zurück und so konnten sich die Schwarz Gelben schnell von dem Schock erholen. Es entwickelte sich eine offene Partie, in der die Gäste die besseren Chancen vorfanden. Nachdem die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor etwas fehlte, musste es jedoch eine Standardsituation richten. Ein Freistoß aus rund 25 Metern wurde von der Mauer unhaltbar abgefälscht. Der Torschütze zum 3:1, Daniel Resch, durfte sich jedoch nicht lange feiern lassen.

Nicht zum ersten Mal in dieser Saison, reagierte der LASK prompt auf einen Gegentreffer. Erneut hatte Kovacec seine Füße im Spiel. Und abermals kam er über die rechte Seite. Nach einem guten Antritt, verzögerte die Nummer 28 des LASK geschickt im Strafraum und bediente Radovan „Doppelpack” Vujanovic. Mit einem drei Tore Vorsprung ging es dann in die Kabine. Es sollte eine zweite Halbzeit folgen, die man durchaus als fußballerische Schonkost bezeichnen konnte.

Nicht mehr viel Aufregendes dabei

Der einzige Aufreger in den zweiten 45 Minuten folgte bald. In Minute 49 konnte Allerheiligen wieder verkürzen. Die nicht immer gut positionierte Abwehr der Athletiker war mit den Gedanken wohl noch in der Kabine. Eine scharfe Hereingabe von der linken Seite, grätschte Diego Wendel in die Maschen. Danach entwickelte sich eine langatmige Partie mit leichten Vorteilen für die Gäste. So richtig gefährlich wurde es aber nur selten für Pavao Pervan. Bei den wenigen hochkarätigen Chancen, war der sichere Rückhalt der Linzer dann aber immer zur Stelle.

Positives gab es dann noch in Minute 71 zu vermelden, als Daniel Kogler sein Comeback nach Verletzungspause feierte. Doch auch seine Einwechslung brachte nicht den erwünschten Schwung ins Spiel der Linzer. So blieb es am Ende bei einem nie wirklich gefährdeten 4:2-Sieg der Heimmannschaft.


Ein Blick auf die FansIMG 6752

Viele waren nicht gekommen um den LASK siegen zu sehen. Osterwochenende gepaart mit sportlicher Wertlosigkeit sorgten für eine eher traurige Kulisse. Traurig deswegen, weil sich die Mannschaft und der Verein einfach mehr Zuseher verdient hätten. Der Fanblock ließ sich jedoch nicht beirren und zeigte eine engagierte Leistung. Zwischendurch wurde es wirklich laut, was über die vereinzelten Hänger hinweg täuschen konnte. Auf eine Choreographie wurde diesmal verzichtet, nur große Schwenker und der ein oder andere Doppelhalter dienten als optische Unterstützung.

Fazit

Wer weiß wie diese Partie ausgegangen wäre, hätte der LASK nicht nur 17 wirklich starke Minuten gezeigt. Nach der schnellen 3:0-Führung bekam das spärlich vertretene Publikum auf der Linzer Gugl nicht mehr viel Gutes serviert. Zu Denken geben sollten die Gegentreffer und das oft stümperhafte Verhalten in der Defensive. Mannschaften wie Blau Weiß Linz oder Allerheiligen, waren da nur bedingt in der Lage diese Schwächen auszunützen. In der Relegation kann man sich jedoch sicher sein, dass Gegner kommen, die die sich bietenden Chancen konsequenter verwerten. Darüber hinaus kann es durchaus gefährlich werden, Gegner so zurück ins Spiel kommen zu lassen. Zurückschalten geht leicht, ob man im Falle des Falls jedoch den Schalter für den Powermodus wieder so leicht findet, ist fraglich.

Alles in Allem kamen am Ende drei Punkte mehr auf das Konto der Linzer. Mit nun 60 Punkten auf der Habenseite und 21 Punkten Vorsprung auf Rang drei, ist der LASK auch in der Theorie nicht mehr vom Relegationsplatz zu verdrängen. Damit kann die LASK Familie ein schönes und ruhiges Osterfest feiern.

Hier geht es zur Fotogalerie
“im Fokus” Radovan Vujanovic
seit1908.at – Zeitraffer Video

 

In diesem Sinne: wunderschöne Osterfeiertage!

Seit1908
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