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30. April 2014
Road to Relegation – Update Runde 32

Zwei weitere Runden der Ersten Liga sind gespielt, deshalb wollen wir euch die neuesten Entwicklungen im Kampf gegen die Relegation zusammenfassen. Gleich einmal vorweg: Die Anzahl der potenziellen Gegner hat sich durch die Lizenzentscheidung von fünf auf vier reduziert. Der Vienna – selbst auf einen Lizenzentzug der Konkurrenz angewiesen – wurde für die kommende Saison eben jene nicht erteilt, man verzichtet wohl angesichts der Aussichtslosigkeit eines solchen auf einen Protest, damit werden sich die Wiener im kommenden Herbst in der Regionalliga Ost wiederfinden. Schade um eine attraktive Auswärtsfahrt, überraschend kam die Entscheidung jedoch keineswegs. 

Bleiben noch vier weitere Klubs im Rennen. 

 

Platz 9: SC/ESV Parndorf

Die Burgenländer waren schon bei unserem letzten Update auf dem Relegationsplatz zu finden. Einem lebenswichtigen 2:1-Heimerfolg gegen Liefering, der den Abstand auf das rettende Ufer auf einen einzigen Punkte schmelzen ließ, folgte eine bittere 1:3-Pleite gegen Kapfenberg. Bis zur 84. Minute lag man sogar in Führung, kassierte aber just in der Schlussphase, die normal zu den stärksten der Parndorfer zählt, noch drei Gegentreffer. Da zeitgleich zum Dreier gegen Liefering auch die Konkurrenz fleißig punktete, spitzt sich die Lage immer mehr zu. Der Abstand zu Hartberg beträgt zwar auch jetzt nur zwei Punkte, allerdings folgt in der kommenden Runde das undankbare Auswärtsspiel gegen den seit gestern fixen Aufsteiger Altach. Dass die Vorarlberger jetzt endlich den Sack zugemacht haben, könnte ein kleiner Hoffnungsschimmer sein, da vielleicht die Tage das eine oder andere Hopfenpago die Kehlen der Meisterkicker hinuntergeflossen ist und vielleicht manche von ihnen daher nur mehr 85% ihrer Leistung abrufen könnten. Realistisch betrachtet sind aber auch 85% noch zu viel, um von einer lösbaren Aufgabe sprechen zu können. Der Blick am Freitag wird sich also vor allem auf die Konkurrenten richten, die es selbst in der Hand haben, den Abstand zu vergrößern. Dass zum jetzigen Zeitpunkt die Hälfte der verbleibenden Spiele auswärts ausgetragen werden müssen, spielt der auswärtsschwachen Elf von Paul Hafner gewiss auch nicht in die Karten. 

Platz 8: TSV Hartberg

Wie in unserer letzten Analyse prophezeit stürzten die Steirer in Runde 31 vom sechsten auf den achten Tabellenrang ab. Altach war mehr als eine Nummer zu groß, die Konkurrenten machten indes ihre Hausaufgaben und fuhren durch die Bank Siege ein. Das müde 0:0 gestern zu Hause gegen Mattersburg ist ebenso als Enttäuschung zu werten und eine weitere ausgelassene Chance, einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt zu machen. Aber immerhin die Lizenz wurde im ersten Anlauf erteilt, Hartberg galt hierbei in manchen Kreisen als Wackelkandidat. In den verbleibenden Runden warten noch drei Teams aus den Top 4 der Tabelle. Wie sich die erstinstanzliche Lizenzverweigerung gegen Kapfenberg auf die Leistung der Falken im ausstehenden Duell auswirken wird, kann vorerst nur gemutmaßt werden. 

Platz 7: SV Mattersburg

Die Vastic-Elf kann mit den letzten beiden Runden zufrieden sein. Dem Pflichtsieg bei der Vienna folgte ein glanzloses 0:0 gegen Hartberg, womit man allerdings Platz sieben mit Erfolg verteidigen konnte. Drei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz bei besserem Torverhältnis klingen auf den ersten Blick schon einmal etwas beruhigend, man darf aber nicht vergessen, dass man in den letzten beiden Runden auf Parndorf mit etwas Pech sechs Punkte verlieren kann. Dem direkten Duell im Burgenlandderby folgt das schwierige Auswärtsspiel gegen Altach in der Schlussrunde. Ein nervenaufreibendes Finale scheint vorprogrammiert. 

Platz 6: SV Horn


Der SV Horn siegt und siegt und siegt. Bereits zum dritten Mal in Serie. Insgesamt kann man bereits eine stolze Serie von sieben Spielen ohne Niederlage vorweisen. Einem knappen 1:0 Heimerfolg im Niederösterreichderby gegen St. Pölten folgte ein beachtlicher 2:1 Sieg im Lustenauer Reichshofstadion. Horn bleibt damit die zweitbeste Frühjahrsmannschaft und vorerst das einzige Team, das Altach auswärts besiegen konnte. Der Abstand auf den Relegationsplatz beträgt damit mittlerweile sechs Punkte. Wenn man übernächste Runde das direkte Duell gegen Parndorf für sich entscheidet, ist der Klassenerhalt im Grunde fixiert. 

 

Die Rolle des Senat 5


So viel also zum sportlichen Abstiegskampf. Weiter spannend bleibt es bei den Lizenzentscheidungen. Der Vienna, Admira und Kapfenberg wurde in erster Instanz die Lizenz verweigert. Wie eingangs erwähnt verzichtet die Vienna laut einer Presseaussendung auf einen Protest und bereitet sich auf die Regionalliga vor. Kapfenberg und die Admira werden alles daran setzen in den weiteren zwei Phasen des Lizenzierungsverfahrens, die wir leidgeprüften LASKler aus der düsteren Reichel-Vergangenheit nur allzu gut kennen, doch noch eine Lizenzerteilung zu erwirken. Die endgültige Entscheidung hierbei fällt erst kurz vor Meisterschaftsende. Klar ist: Wenn es noch einen der zwei Klubs trifft, bleiben alle vier oben genannten Teams in der Liga und der LASK darf kampflos aufsteigen. Wie realistisch das ist, können wir aufgrund der Undurchsichtigkeit der Entscheidungsfindung jedoch nicht einschätzen. Verlassen sollte man sich beim LASK nicht darauf und schleunigst versuchen, die Form wiederzufinden. 

 

Paul LItzlbauer
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