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30. December 2011
Jahresrückblick 2011 – Teil 4

Bevor wir ab morgen wieder ausschließlich nach vorne blicken, beschließen wir das Jahr 2011 mit dem vierten, letzten und auch kürzesten Teil unseres Jahresrückblicks.

 

 

Oktober:

 

Aufgrund der Länderspielpause nach dem 4:0-Sieg gegen die Vienna geht der reguläre Meisterschaftsbetrieb erst Mitte des Monats weiter. Dem LASK beziehungsweise seinem Lazarett kann das nur recht sein. Die bisherige Herbstsaison verläuft nur mäßig und auch wenn die Leistung der Athletiker der Hauptgrund dafür ist, sollte man das Verletzungspech auf der Gugl nicht unter den Tisch kehren. Am 13. Oktober gastiert man dann in Hartberg zum Auswärtsspiel, welches der LASK mit 2:0 für sich entscheiden kann, ohne dabei zu glänzen. Die Tore erzielen Tauschmann (ET) und Luiz Henrique. Die Meinungen der mitgereisten LASKler gingen dabei auseinander. Manche meinten: Mehr war nicht zu tun. Andere wiederum waren der Ansicht, dass nicht mehr drin war. Für eine Schrecksekunde sorgt
Florian Hart, der nach einem Zweikampf mit Mijatovic die Vögelchen sah und zur Pause für Shawn Barry ausgetauscht wird.
 

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Dem eher unattraktiven Gegner aus der Steiermark folgt eine Woche darauf wieder einmal eines dieser “richtungsweisenden” Spiele gegen ein Top-Team. Helgi Kolvidssons Austria schickt sich an, die Gugl zu entern und allerorts spricht man von einem Sechs-Punkte-Spiel. Auch Trainer Schachner ist sich der Bedeutung dieses Schlagers bewusst: „Das ist ein richtungweisendes Spiel. Wer verliert, wird längere Zeit nicht vorne herankommen.“
Wir wünschen uns heute, er hätte sich getäuscht. Der LASK spielt unterirdisch. Selbst die Abwehr erwischt einen rabenschwarzen Tag und lässt sich zu haarsträubenden Fehlern hinreißen. Schlussendlich gewinnen die Gäste hochverdient mit 3:0. In Linz herrscht wieder einmal schwarz-weiße Katerstimmung. Am Staatsfeiertag, dem 26. Oktober, steht das ÖFB-Cup Achtelfinalspiel in Salzburg an. Rund 400 Laskler machen sich auf den Weg zum vorläufigen Spiel des Jahres und machen Stimmung im Block, dass es nur so eine Freude ist. Auch das Spiel gibt vorerst allerhand Anlass dazu. 

 

Benji Freudenthaler bringt nach den LASK mit 1:0 in Führung. In Minute 66 lässt sich Startelfdebütant Attila Varga zu einer Dummheit hinreissen und sieht eine (viel zu harte) rote Karte. In Unterzahl ist es für die Schwarz-Weißen schwer, gegen den Vizemeister zu bestehen. Salzburg dreht binnen 15 Minuten das Spiel und der LASK ist ausgeschieden. Dass mehr drin war, weiß auch Walter Schachner: “Heute haben wir uns selbst geschlagen”.

Nach dem schönen Ausflug in die EM-Arena an der Salzach heißt der triste Alltag drei Tage darauf wieder Gugl-Baustelle und SV Grödig statt Red Bull Salzburg und der LASK tut sich wieder einmal richtig schwer und gewinnt mit viel Kampf und Krampf knapp mit 2:1. Mann des Spiels ist dabei der junge Kevin Wimmer, der einerseits den zwischenzeitlichen Ausgleich der Grödiger verursachte und selbst die erneute Führung und somit das Siegestor besorgte. Am 4. November wird die Herbstmeisterschaft entschieden und der LASK hat damit nur am Rande zu tun: Er gastiert in der Lavanttal-Arena zu Wolfsberg und Trainer Schachner probiert (gezwungenermaßen) aus: Die Innenverteidigung bilden erstmals die Jungspunde Kobleder und Wimmer, Aufhauser und Kogler rackern im zentralen Mittelfeld und der LASK präsentiert sich im Großen und Ganzen sehr gut. Doch wie es beim LASK unter Schachner so ist: Schlüsselspiele gewinnen die Schwarz-Weißen nun mal nicht. In Kärnten sieht es lange Zeit auch nach einer erneuten Niederlage aus, ehe Luiz Henrique in der 80. Minute den heißersehnten und absolut verdienten Ausgleich erzielt. Die Herbstmeisterschaft geschlagen, kommt es nach einer weiteren Länderspielpause am 18. November zum Rückrundenauftakt im Ländle. Maßgeblich am 1:1 im Reichhofstadion beteiligt: Abermals Luiz Henrique und auch Thomas Mandl, der einen geschenkten Elfer parieren kann. 

 

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Trotz winterlicher Temperaturen machten sich eine Handvoll Fans auf den Weg nach Lustenau.

 

Optisch zu vergessen ist das vorletzte Spiel der Herbstsaison gegen den SKN. Der LASK fährt zwar die wichtigen drei Punkte ein, überzeugen können die Athletiker bei arktischen Temperaturen auf der Gugl-Baustelle nicht. So läuft man fast 50 Minuten einem Rückstand hinterher, ehe Hannes Aigner in der 82. Minute per Penalty ausgleichen und in der Nachspielzeit doch noch das Siegestor erzielen kann. Das 2:1 ist – keine Frage – glücklich aber ob des Niemals-Aufsteckens nicht unverdient. Ob man mit solchen Leistungen aufsteigen kann steht natürlich auf einem anderen Blatt. Zum krönenden Abschluss und Jahresausklang kommt es Ende November noch einmal zu einem Linzer Derby, bei dem Blau-Weiß Heimrecht genießt und den Mund auch ziemlich voll nimmt. So verspricht Abwehrspieler Ernst-Marco Koll (Nein, den muss man jetzt wirklich nicht kennen) in den Medien vorab einen Sieg. Werden tut es im Endeffekt wieder einmal eine Punkteteilung, eine nicht ungerechte noch dazu. Bitter ist aber, dass Luiz Henqrique die fünfte gelbe Karte sieht und somit beim wichtigen Frühjahrsauftakt gegen Altach zum Zusehen verdammt ist. Schöne Bescherung.

 

So geht nach dem fast fußballfreien Dezember das Jahr 2011 zu Ende und für den LASK wird es keines sein, an dass man sich gerne zurückerinnern wird. Zu groß war die Enttäuschung um den Abstieg, zu wechselhaft die Hinrunde in der Ersten Liga. Was bleibt ist der Fakt, dass die LASK-Fans schon schlimmere Zeiten sahen und dass es schon in gut drei Monaten wieder weitergeht mit dem Fußball und unseren Schwarz-Weißen.

 

seit1908.at wünscht allen LeserInnen einen guten Start ins Jahr 2012. Feiert brav, rutscht gut rüber und vergesst Eines nicht:

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