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4. May 2017
Und wieder die Grünen … Fußball kann so grausam sein

Rang 2 beim Danone Nations Cup, Österreich-Finale, 2017

Eine ähnliche Erfahrung wie unsere Profis mussten unsere Burschen von der U-13 – den seit1908.at-Leserinnen und Lesern spätestens seit dem organisierten Fan-Suppport beim Hallenturnier in Pichling letzten Jänner bekannt – am Sonntag, 30. April 2017 machen.
Der „Danone Nations Cup“ stand am Programm.
Dieses Nachwuchsfußballturnier unter der Schirmherrschaft von Frankreichs Spielerlegende und aktuellem Real Madrid-Trainer Zinedine Zidane ist wohl das bedeutendste der Welt. Zahlreiche heute bekannte Spieler wie Aleksandar Dragovic, Andreas Weimann oder auch „unser“ Kevin Wimmer
(Interview mit Kevin Wimmer) machten bei diesem Turnier erste Erfahrungen mit dem „großen“ Fußball. Gab es für den Landessieger im Vorjahr eine Reise zur Europameisterschaft und zum Weltfinale nach Paris zu gewinnen, so stand heuer ein Flug nach New York in Aussicht, wo diesmal das Weltfinale des Cups ausgetragen wird.
Das Österreich-Turnier fand zum zweiten Mal hintereinander in der kleinen niederösterreichischen Ortschaft Kirchschlag in der Buckligen Welt statt. Zahlreiche Teams der Bundesliga und der Ersten Liga hatten ihren Nachwuchs für dieses Highlight genannt: z.B. Austria Wien und Rapid Wien, Sturm Graz und Admira Wacker, SV Ried und Blau Weiß Linz, Wiener Neustadt und das Nachwuchsmodell Kapfenberg.

Unsere schwarz-weißen Jungs marschierten ohne einen einzigen Gegentreffer zu kassieren durch ihre Vorrundengruppe B. Dem SV Spital (Kärntner Liga, 4. Liga, 3:0) und dem USC Krumbach (Gebietsliga Süd/Südost Niederösterreich, 6. Liga, 4:0) ließ man dabei keine Chance und selbst Rapid Wien – einer der großen Turnierfavoriten – konnte mit 1:0 bezwungen werden.
Wie es Auslosung und Vorrundenergebnisse wollten traf man sich anschließend mit der SV Ried zu einem spannenden Oberösterreich-Derby, das die Jung-Athletiker knapp mit 1:0 für sich entscheiden konnten. Im Halbfinale wartete mit der im Nachwuchs traditionell starken Admira Wacker ein weiterer Turnierfavorit. Doch auch die Jungs aus der Südstadt fanden im LASK ihren Meister und mussten sich nach dem 0:2 mit dem „kleinen“ Finale zufrieden geben.
Im großen Finale und damit schon an der Gangway zum Flieger nach New York dagegen fand sich unser LASK wieder. Auf der anderen Seite stand wie am frühen Vormittag schon einmal eine in verdächtigem Grün gewandete Mannschaft. Vorrunde: Gruppenzweiter, Viertelfinalderbysieg über die Wiener Austria nach Elfmeterschießen, 1:0 – Erfolg gegen Sturm Graz im Halbfinale – über diverse Umwege hatten die jungen Vertreter des SK Rapid Wien doch noch dieses Endspiel erreicht. Und wie es das Schicksal haben wollte: Der LASK hatte das „falsche“ Spiel gewonnen. Mit dem gleichen hauchdünnen Resultat von 1:0 revanchierten sich die Grünen für die Niederlage in der Gruppenphase und sicherten sich Final- und Turniersieg samt Flug zum Weltfinale nach New York.
Ein schwarz-weißes Tränenmeer war die Folge. Fantastisch gespielt, drei Bundesligisten bezwungen und dann doch mit dem einzigen Gegentreffer im Turnier auf Rang 2 hinter Rapid verwiesen worden. Goran Djuricin würde wahrscheinlich sagen: „Der Fußballgott hat heute mit vier Augen auf uns geschaut“. Aber wie sollte das denn auch gut gehen wenn das Turnier in Kirchschlag im dortigen „Weststadion“ ausgetragen wurde …?!
Das kongeniale Trainerduo Roland Neunherz und Peter Hernegger hatte alle Hände voll zu tun, die jungen LASKler zu trösten und sie wieder aufzurichten … auch um ihnen aufzuzeigen, welche große Leistung sie „trotz“ Platz 2 an diesem Tag vollbracht hatten.
Der diesjährige Jahrgang folgte damit dem vorjährigen. Auch vor Jahresfrist landeten die Linzer Schwarz-Weißen auf dem undankbaren zweiten Platz und mussten damals Sturm Graz (heuer auf Platz 3) die Reise nach Paris überlassen
(seit1908.at berichtete).

Doch was im Vorjahr gegolten hat und was vor wenigen Tagen im großen „Weststadion alias Allianz Arena“ galt: „Wir sind stolz auf Euch! Ihr werdet gestärkt aus diesen Erfahrungen hervor gehen und aus den Tränen der Enttäuschung wieder Tränen der Freude machen! Kopf hoch, Jungs, ihr seid großartig! – Gemeinsam sind wir LASK!

Die Stimme des Trainers:
Wir sind riesig stolz auf unsere Burschen! Es hat sich gezeigt, dass wir in Österreich in diesem Jahrgang auf alle Fälle mithalten können und zu den Besten gehören! Leider waren nach dem Finale alle Kinder sehr, sehr traurig und es haben alle geweint, was dazu führte, dass auch ich als Trainer weinen musste. Das zeigt, dass wir eine Einheit sind, obwohl es im Fußball oft so hart zugeht … dann haben die Kinder mich umarmt!“
Roland Neunherz

 

Seit1908.at dankt Roland Neunherz für die Informationen zum Turnierverlauf, sodass dieser Bericht verfasst werden konnte, ohne dass der Autor vor Ort war.
Weitere Quellen der Recherche waren:
www.facebook.at
www.90minuten.at
www.fussballoesterreich.at
www.usc-krumbach.at
www.usc-kirchschlag.com

Waldhör Günther