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19. August 2013
Ein erstes Fazit

In diesem Blog möchten wir regelmäßig ein bisserl Dampf ablassen und einen Blick zurück auf die vergangenen Spiele machen. So picken wir einzelne Dinge heraus, die uns in den Spielen aufgefallen sind. Beginnend heute mit dem Saisonstart. 

Den Saisonstart beim LASK kann man als mustergültig bezeichnen. Im Cup Rapid Wien eliminiert, jedes Testspiel gewonnen, in der Meisterschaft mit 9 Punkten (und einem Torverhältnis von 8:1) hervorgegangen. Ist jetzt alles perfekt? Wir sagen mitnichten.

Die Führungssituation: Bewundernswert, wie die Mannschaft sich trotz der Ungewissheit, wie es weitergeht, nicht aus dem Konzept bringen lässt. Wir haben derzeit einen Haufen Schulden und keinen Präsidenten, denn PMR ist zwar rechtlich noch verantwortlich, fühlt sich aber nicht zuständig. Dazwischen wird viel Schwachsinn in den Medien geschrieben, bei dem sich nie etwas bewahrheitet hat, egal ob Konsortien aus OÖ mit Hilfe der Politik oder ein englischer Krösus, der neben einem Sportgeschäft auch einen Fußballverein mitkaufen hätte sollen.

IMG 5560Das Spiel des LASK: Wer die Spiele nicht gesehen hat, könnte meinen, dass alles eitel Wonne ist. Ist es aber nicht. Die Mannschaft spielt stellenweise schönen Fußball, oft aber mit zuwenig Nachdruck. Wir haben massive Probleme im Abschließen der Torchancen. Vujanovic ist trotz Elfertor gegen Austria Klagenfurt ein Pechvogel und Schatten seiner selbst, daneben liefern Kogler, Freudenthaler und Öbster auf den Flügeln mal eine gute, dann wieder eine grausige Partie ab. Gott sei Dank hat derzeit Fabiano ein Hoch, welches der Mannschaft über Vieles hinweghilft.

Die Standards: Grausig, was der LASK bisweilen bei Ecken und Freistößen fabriziert. Hier fehlt Stadlbauer an allen Ecken und Enden. Er darf jedoch nicht spielen, weil er der Jugendregelung zum Opfer fällt.

Die Transfers: Von den 7 Neuzugängen haben 5 nach 4 Pflichtspielen noch keine einzige Minute für die Kampfmannschaft gespielt. Während Buric eine klare Verstärkung darstellt (was mit Abstrichen auch für Ernst Öbster gilt), darf die Sinnhaftigkeit so manchen Transfers bezweifelt werden. Der Kader ist mit 25 Spielern zu groß, wodurch einige in Richtung 2. Klasse abgeschoben werden, wo in Spielgemeinschaft mit Zöhrdorf gespielt wird. Die Jugendregelung zwingt Daxbacher, regelmäßig Spieler wie Popp und Co auf die Tribüne zu schicken. Gott sei Dank muss man fast sagen, dass Hammerer und Fabio Silva bis dato noch nicht fit waren, denn die Aufstellungsfindung wird nicht leichter. Hier wird es spannend zu Beobachten sein, wie die Stimmung in der Mannschaft positiv gehalten werden kann.

11Der neue Stadionsprecher: Manfred Payrhuber hat jahrzehntelang sein Herz für den LASK geopfert, nun war es Zeit, “Adieu” zu sagen. Wir gratulieren Wolfgang Fröschl zur Nachfolge. Nicht nur weil wir wissen, dass es sein Kindheitstraum ist, sondern weil er es mit Kompetenz und Leidenschaft für schwarz-weiß machen wird.

Bemühen des Vereins: Das jahrelange Schweigen hat ein Ende. Die Treffen, die bis dato mit Fanvertretern stattgefunden haben, gingen noch ohne konkrete Ergebnisse zu Ende. Man spricht jedoch wieder miteinander, was uns positiv stimmt. Auch der Kick-Off am Zöhrdorfer Feld war ein Schritt in die richtige Richtung.

 

 

Christoph Zeppetzauer
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